Künstliche Intelligenz ist ein technisches Feld, das voller Abkürzungen steckt. Und oft machen gerade diese drei- oder vierbuchstabigen Kürzel den Unterschied zwischen Verstehen und Verwirrtsein. Ob in Meetings, Projektplänen oder bei der Auswahl von KI-Tools: Wer nicht weiss, was hinter „DNN“, „NPU“ oder „CRISP-DM“ steckt, tut sich schwer mitzureden oder fundierte Entscheidungen zu treffen.
Hier kommt die ISO/IEC 22989 ins Spiel. Sie liefert eine kompakte, aber wirkungsvolle Sammlung der wichtigsten Abkürzungen, die dir im Umfeld von KI begegnen. Für alle, die sich strategisch, technisch oder organisatorisch mit KI beschäftigen, ist das ein Mehrwert.
Dir fehlt noch das Basiswissen dazu? Hüpfe gerne zum Blogbeitrag ISO/IEC 22989 – Eine Einführung oder dem Überblick hier ISO/IEC 22989: Gemeinsames Verständnis für KI schaffen mit klaren Begriffen.
Warum ein Abkürzungsverzeichnis in einem Standard wichtig ist
Ganz einfach: Weil viele Gespräche, Projektunterlagen oder Anbieterpräsentationen voller KI-Abkürzungen sind. Und nicht alle bedeuten für jede Person dasselbe. Je nach Branche, Vorwissen oder technischer Tiefe kann zum Beispiel „POS“ ganz Unterschiedliches meinen. Ein gemeinsames Vokabular verhindert Missverständnisse und sorgt dafür, dass du mitreden kannst auch ohne tief in jeder Spezialisierung zu stecken.
Ausgewählte Begriffe aus der ISO/IEC 22989
Die Norm listet rund 20 zentrale Abkürzungen. Hier ein paar besonders relevante:
- API: Application Programming Interface – definiert, wie Software-Komponenten miteinander kommunizieren
- DNN: Deep Neural Network – ein mehrschichtiges neuronales Netz, das oft in modernen KI-Systemen eingesetzt wird
- CRISP-DM: Cross-Industry Standard Process for Data Mining – ein erprobter Standardprozess zur Durchführung von Data-Mining-Projekten
- NPU: Neural Network Processing Unit – spezialisierte Hardware für KI-Berechnungen
- FPGA: Field-Programmable Gate Array – ein konfigurierbarer Chip, der oft in Embedded-KI-Systemen steckt
- POS: Part of Speech – ein Begriff aus der Sprachverarbeitung zur Kennzeichnung grammatischer Wortarten
Diese Abkürzungen tauchen in Produktblättern, technischen Konzepten, Projektangeboten und zunehmend auch in Gesprächen mit Fachabteilungen auf. Wer sie versteht, kann gezielter Fragen stellen, besser bewerten und sicherere Entscheidungen treffen.
Typische Situationen aus dem Alltag
- Einkauf / Beschaffung: Ein Anbieter spricht von einer „NPU-beschleunigten DNN-Inferenz auf Edge-FPGA“. Klingt kryptisch? Nicht mehr, wenn man die Begriffe kennt.
- Projektleitung: Dein Data-Science-Team plant ein neues Analyseprojekt basierend auf „CRISP-DM“. Du willst den Prozess verstehen und mitreden können? Die Norm ISO/IEC 22989 hilft.
- Management: In einem Strategiepapier wird der Einsatz von „HMMs“ in der Sprachverarbeitung erwogen. Du willst wissen, worum es geht? HMM = Hidden Markov Model.
Fazit: Kleine Abkürzungen, grosser Effekt
Die Begriffe der ISO/IEC 22989 mag auf den ersten Blick nur wie eine einfache Liste wirken. In der Praxis kann es aber genau das sein, was Gespräche klarer macht, Abstimmungen beschleunigt und Missverständnisse aufdeckt. Für dich als Entscheider:in heisst das: schneller zum Punkt kommen, besser einschätzen, souveräner agieren.
Unsere Empfehlung
Wenn du KI in deinem Unternehmen einsetzt, solltest du auch die Sprache beherrschen. Wir helfen dir gern dabei: Wir übersetzen Technik in echten Nutzen, erklären Zusammenhänge und machen dich fit für Gespräche mit Fachexpert:innen, Anbietern oder der eigenen IT.
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