Prozessvisualisierung mit Story Maps

Prozessvisualisierung mit Story Maps

Im Blogbeitrag Impact Mapping habe ich eines unserer meistgenutzten Werkzeuge vorgestellt. Heute geht es mit dieser Serie weiter. Im Fokus steht Story Mapping:  
Eine Methode, die Impact Mapping wunderbar ergänzt und als Visualisierungsmöglichkeit zur Planung von Projekten mit den Parametern Zeit, Inhalt und Prioritäten arbeitet. 

Was ist Story Mapping?

Auch Story Mapping ist Teil vom agilen Projektmanagement, das vor allem in der Softwareentwicklung gebraucht wird. Das Konzept wird geleitet von hoher Flexibilität und Anpassung. Es gibt keine komplette Vorab-Planung, jeder Schritt wird nach und nach erarbeitet und ermöglicht so die schnellstmögliche Anpassung an die Bedürfnisse des Kunden. 
In der Impact Map wurden Anforderungen an das zu entwickelnde Projekt oder Produkt erarbeitet und vom strategischen Geschäftsziel, das mit der Anwendung erreicht werden soll, abgeleitet. Die verschiedenen Akteure wurden identifiziert und evaluiert, welchen unterstützenden oder behindernden Einfluss sie auf das Projekt haben. 

Die Erkenntnisse aus der Impact Map werden nun benutzt, um in einer Story Map die detaillierte Planung zur Erarbeitung der Anforderungen bzw. den lieferbaren Ergebnissen zu starten. Gestartet wird mit einer Aktivität als Anfangspunkt, die durch die neue Software ermöglicht werden soll. Es ist quasi als grundlegendste Funktion zu verstehen, damit die Software benutzt werden kann. Auf diese Funktion wird dann im Verlauf aufgebaut.  
Der Benutzer, der diese Aktivität ausführen möchte, interagiert mit dem System in mehreren Schritten. Für jeden Interaktionsschritt wird vom Team eine User Story erstellt und mit kleineren Funktionen erweitert, die bis ins kleinste Detail gehen. Die ganzen User Stories werden im Anschluss Schritt für Schritt priorisiert und von oben nach unten angeordnet. Zu oberst stehen die Funktionen, die unabdingbar sind, zuunterst die, die immer mehr in die Richtung “Nice-to-have” gehen.

Ablauf

Der Ablauf sieht zusammenfassend so aus: 

  1. Aktivität für welche die Software benutzt wird
  2. Schritte, damit diese Aktivität durchgeführt werden kann
  3. Detailfunktionen werden zum obenerwähnten Schritt erarbeitet
  4. Die Detailfunktionen werden nach Priorität geordnet

Release Planung

Der positive Effekt bei der Erarbeitung einer Story Map ist, dass gleichzeitig die Release-Planung gemacht werden kann. Nach der Priorisierung der Detailfunktionen werden sie zu sinnvollen Paketen zusammengefasst und in horizontale Schichten eingeteilt. Pro Schicht, ein Release. Damit das System möglichst schnell die wichtigsten Grundfunktionen anbieten kann, werden die wichtigsten Funktionen als Erstes erarbeitet. So erhält das Team schon nach kurzer Zeit erste Feedbacks, das es im Projektverlauf einbauen kann. Wichtig ist, dass die Pakete gut eingeteilt werden: So viel wie nötig, so wenig wie möglich.  

Die Software wird also nach jedem Release als Zwischenprodukt immer besser und detailreicher benutzbar. 

Die sogenannten “Iterationen”, die zwischen 1-4 Wochen dauern können, stellen eine Projektetappe mit dem Ziel des nächsten Release dar. Nach jeder Iteration wird in einem Review besprochen welche Verbesserungen die Software braucht und was in der nächsten Iteration Priorität hat. Diese Projektetappen werden so häufig wiederholt, bis das Endprodukt fertig ist und alle Funktionen anbietet, die der Kunde bzw. Benutzer braucht.  

Story Map als Werkzeug

Ein Werkzeug, oder besser gesagt eine Methode, die sich bis jetzt sehr bewährt hat. Werden einige Punkte beachtet, kann sie die Qualität der Software steigern und die Kommunikation innerhalb des Teams nachhaltig verbessern. 

Wichtig ist, dass die Story Map einen guten sicht- und erreichbaren Platz im Arbeitsbereich hat. Änderungen, Abstimmungen oder Gespräche können so immer auf der Basis der Story Map geführt werden und die Prioritäten sind allen klar. Ebenfalls werden Lücken im System leichter erkannt und überflüssige Funktionen aufgezeigt. Wie bei der Impact Map wird die Kommunikation und das Verständnis innerhalb des Teams verbessert und gestärkt. 

Was für Erfahrungen hast du mit dieser Methode gemacht? Schreib es uns gerne in die Kommentare! 

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Fill out this field
Fill out this field
Bitte gib eine gültige E-Mail-Adresse ein.

Menü